Panamericana Südamerika Nationalparks Argentinien

Südpatagonien

Es geht zurück in den Norden. Bei leichtem Schneefall fahren wir zurück nach Tolhuin. Via dem Grenzübergang Bella Vista reisen wir nach Chile ein. Die Grenzkontrolle war nervig weil die Zöllner alles sehen wollten. Auch Esswaren wurden wieder einmal konfisziert. Wir übernachteten bei einer alten Goldmine, direkt neben einer Dredge Goldwaschmaschine. In Porvenir nahmen wir die Abendfähre nach Punta Arenas. Weil die Fähre erst am Abend spät in Punta Arenas ankam, übernachteten wir gleich am Hafen. Nach einer Dusche in einem Truck Stop und Wäsche waschen sind wir am nächsten Tag zum Punta Arboles gefahren. Dies ist der südlichste Festlandpunkt auf dem amerikanischen Kontinent. 

An diesem wunderschönen Ort, direkt an der Magellanstrasse konnten wir nochmals Delphine und Wale beobachten. Die Küstenwanderung zum Leuchtturm war sehr windig und nass aber beeindruckend.

In Puerto Natales auf dem Campingplatz beziehen wir unsere Basis für den Besuch des Nationalpark Los Glaciares.

Auf zum Torres del Paine Nationalpark. Schon die Fahrt dorthin war einfach wunderschön. Das Bergmassiv und die blauen Lagunen verzaubern einem. An einem grandiosen Übernachtungsplatz, vor dem Parkeingang, geniessen wir die tolle Abendstimmung.

In den nächsten Tagen bleiben wir im Nationalpark und wandern zur Lagunen Torres del Paine. Wunderschön aber streng und nach fast 10 Stunden kommen wir todmüde wieder bei unserem Auto an.

Der zweite Nationalpark Los Glaciares liegt nicht weit entfernt, und so fahren wir direkt nach El Calafate. Heftiger Gegenwind erschwert die Fahrt und so kann ich teilweise nur mit 50 Stundenkilometer fahren. Von hier aus besuchten wir den Perito Moreno Gletscher. Den ganzen Tag geniessen wir die einmalige Stimmung am Gletscher.

Wir wechseln und fahren nach El chalten. Dieses Bergsteiger Dorf ist nur im Sommer bewirtschaftet. Einfach gigantisch den Cerro Torre und den Fitz Roy so nahe betrachten zu können. Anden-Condore umkreisen uns und wir haben Wetterglück. Nur ein Tag regnet es und die Schneefallgrenze sinkt bedrohlich und dann haben wir 3 Tage schönes Wetter. Dies nutzen wir und machen zwei tolle Wanderungen, einmal zur Lagunen Torre und einmal zum Mirador Fitz Roy.

Nun wartet der dritte Nationalpark Perito Moreno auf uns. Dieser Nationalpark ist etwas abgelegen und wird darum wenig von Touristen besucht. Das ist uns gerade recht und so starten wir von Gobernador in den Park. Zuerst geht es 120km auf der Teerstrasse durch die Pampa und wir biegen dann auf eine Schotterstrasse ab. 90 km weiter empfängt uns der Nationalpark mit einer unglaublichen Szenerie. Tiefblaue Seen, verschneite Berge, Guanakos und viel Wind warten auf uns. Wir bleiben hier 4 Tage und wandern zu den wunderbaren Seen. Nach 4 Tagen geht es auf der Schotterstrasse wieder retour zur Teerstrasse.

Über Baya Caracioles geht es nun Richtung Passo Roballos. Unterwegs treffen wir eine Argentinische Familie, die mit einem Chevrolet Jahrgang 1959 die Panamericana fahren. Der Chevi ist ein Replica des Legendären argentinischen Formel 1 Fahrer Manuel Fangio. Mit dem Original Chevrolet hat er dazumal die Panamericana gewonnen. Am Lago Chio verbringen wir mit diesen Abenteuern den Abend, die Nacht und essen gemeinsam z'morge.

Nun geht es über den Passo Roballos nach Chile zur Carretera Austral. Die wunderschöne Fahrt über den Pass wird uns immer in Erinnerung bleiben. Es ist einfach fantastisch, welche Natur hier geschaffen wurde. Der Chilenische Zollbeamter nimmt es auf dem Pass sehr genau, ja fragt per eMail sogar Interpol an, ob wir nach Chile einreisen dürfen. Wir bleiben im Zollhaus, lesen Zeitschriften und warten ab. Nach einer halben Stunde ruft der Zöllner uns wieder zu sich, übergibt uns die gestempelten Pässe und Fahrzeug Unterlagen. Alles O.K. und wir können fast nicht glauben, dass Interpol so schnell arbeitet. Bei der anschliessenden Lebensmittel Kontrolle ist er dann mit uns gnädig und überlässt uns das Nachtessen (Gemüse und Kottelettes). So fahren wir weiter und kommen in den Chilenischen NP Patagonia. Auf einem wunderbaren Camping mit Duschen verbringen wir die Nacht. Am nächsten Tag wandern wir durch Guanakos Herden zur Chacabuco Bridge. Diese Hängebrücke überquert eine tiefe Schlucht und es braucht schon etwas Mut, auf dieser schwankenden Brücke den Fluss zu überqueren. Müde nach der Wanderung fahren wir nach Cocrane.Hier finden wir direkt am Fluss ein schönes Plätzchen. Wir sind nun auf der berühmten Carretera Austral.

 

No module Published on Offcanvas position