Es ist heiss und so fahren wir weiter hoch hinauf in die Anden. Nach einem Zwischenstopp bei den Thermen von Fiambala geht es bis auf 4200 m Höhe zum Balcon de Pissis. Die Thermen von Fiambala liegen versteckt in einem felsigen Canyon. Die verschiedenen Wasserbecken haben unterschiedliche Temperaturen. Bei dieser Hitze macht es ja wirklich nicht so Spass in einer Therme zu baden, am schönsten ist es noch im Becken mit 36 Grad heissem Wasser. Die Abkühlung kommt dann erst wenn man aus dem Wasser steigt!
Am nächsten Tag geht es auf dem Passo San Francisco stetig aufwärts. Wir fahren zuerst in den Canoyn del Indio. Die bedrohlichen Felsen, die im Canoyn hängen sehen nicht gerade vertrauenserweckend aus. Wir sind froh, wieder aus dem Canoyn zu sein. Auf der Passtrasse geht es nun in die Höhe. Die Abzweigung zum Balcon de Pissis ist gut zu erkennen. Minenlastwagen fahren hier zu den Lithiumminen hoch und ziehen riesige Staubwolken hinter sich her. Auf der Fahrt hinauf werden wir immer wieder gewarnt, dass die grossen Lastwagen unterwegs seien und wir deshalb am Strassenrand anhalten sollen. Ganz langsam kriechen die Lastwagen mit ihrer schweren Last an uns vorbei. Wir sind froh, dass wir im obersten Teil die LKW-Minenpiste verlassen können und wieder alleine, aber auf grausigem Wellblechpiste nach oben fahren können. Wow, wir sind oben! Eine gewaltige Aussicht empfängt uns. Blaue und Lagunen leuchten in der Sonne, ein kräftiger Wind bläst uns ins Gesicht und die zahlreichen Viertausender und fünftausender mit Gletschern regen eine wunderbare Szenerie. Trotz karger Steinwüste gibt es Leben hier oben, Flamingos und Alpakas.
Wir fahren die 30km auf der Piste wieder runter, denn wir wollen nicht auf dieser Höhe übernachten. Auf 3600 Meter Höhe finden wir an einem Bach einen schönen Übernachtungsplatz.



















